BEHERRSCHEN ODER SICH BEHERRSCHEN LASSEN?



 

Gedanken von Pater Kentenich

 

 

Sollen wir wieder ins Mittelalter zurückkehren, die Schienen aufreißen, die Telegraphendrähte zerschneiden, die Elektrizität den Wolken überlassen, die Kohlen der Erde zurückgeben, und die Universitäten schließen?

Nein, niemals, das wollen wir nicht, das dürfen wir nicht, das können wir nicht.

Darum vorwärts! Ja, vorwärts in der Erforschung und Eroberung unserer Innenwelt durch zielbewusste Selbsterziehung. Je mehr äußeren Fortschritt, desto größere innere Vertiefung. Das ist der Ruf, die Parole, die allenthalben weitergegeben wird …

In Zukunft dürfen wir uns nicht mehr beherrschen lassen von unserem Wissen, sondern wir müssen unser Wissen beherrschen … Darum Selbsterziehung!

J. Kentenich, 27.10.1912

 

 

Gute Bilder ansehen

Gute Gedanken, gute Bilder müssen ins Unterbewusstsein hineingeführt werden; aber nicht durch Zwang.

J. Kentenich, 1927

 

 

Belastende Bilder loswerden

Wie viele von uns sind durch die Arbeit immer körperlich sehr ermüdet, ebenso seelisch! Je stärker da das Bewusstsein in Anspruch genommen ist und belastet wird, desto eher können die im Unterbewusstsein eingeschlossenen Vorstellungen (Bilder, Filme, ...) zum Durchbruch kommen, sobald die Überlastung des Bewusstseins nachlässt. Es ist wie bei einem gefüllten Fass. Wenn es auch nur tropfenweise gefüllt wird, läuft es schließlich doch über, sobald es voll ist. Wir müssen zunächst dafür sorgen, dass manche Dinge nicht ins Unterbewusstsein eindringen, dass sie nicht so leicht in die Seele aufgenommen werden können. Sind sie aber da, dann müssen wir sorgen, dass sie bald wieder hinausgeworfen werden.

J. Kentenich, 1927

    

 

  Quelle: Unser Weg 2015 Qrt. 4