DER FAMILIENMELODIE AUF DER SPUR



 

 

 

 

Rückblick auf eine bewegende Familientagung in Schönstatt

 

Vier Tage, acht Familien und eine Menge Programm rund um das große Thema „Familie“: Die Familientagung „Was gro­ßes in Dir und Mir steckt“ vom 5.-8. Mai 2016 war für die teilnehmenden wie auch für die vorbereitenden Familien mehr als bestärkend. Sie sorgte mit lebensnahen und wertvollen Impulsen für nachhaltige Gespräche und alltagsnahe Vorsätze. Der rote Faden dabei: An das Große glauben, das im Einzelnen, in der Familie, in den Kindern und ganz besonders auch in der Paarbeziehung steckt. Ein engagiertes Team hatte die Tagung vorbereitet und diese neben den sehr interessanten thematischen Inhalten mit liebevollen Details ausgestal­tet. Ob Vorträge, Paargespräche, kreative Zeiten, romantische Impulse, liturgische Feiern oder besondere Genussmomente: Das Vorbereitungsteam verlieh den jewei­ligen Programminhalten eine persönliche Note. Mit dabei und passend zu den bewe­genden Inhalten der einzelnen Tage war jeweils abends ein Tagesabschluss. Unter dem Motto „Wir zwei auf der Ofenbank“ ging es in den letzten abendlichen Programmminuten immer auch darum, die erlebten Inhalte nachklingen zu lassen und in einem kurzen Paargespräch abzu­schließen. Gesprächsstoff dafür gab es genug, schließlich hatten die einzelnen Programmtage viel zu bieten.

 

Das Zauberwort finden

Beeindruckend und mitreißend beispiels­weise ein Vortrag hoch oben im Josef-Kentenich-Haus. Unter dem Thema „Die Kunst, das Zauberwort zu finden“ kleidete die promovierte Schönstattschwester die pädagogischen Ansätze und Beweggründe Pater Kentenichs auf berührende Art in wirkungsvolle Worte. Das Zauberwort schließlich: Die Liebe – zu Gott, zur Gottes-mutter und ganz und besonders zu den uns anvertrauten Kindern. Immerhin ist Erziehung, so Kentenich, ein Dienst an fremdem Leben. Wie sehr unser Leben mit Sehnsüchten verbunden ist, wurde in einem Abendvortrag deutlich: „Hört auf die Melodie eures Herzens“. Eine Vision ist am Anfang einer Beziehung grundgelegt. Umso wichtiger die Aufgabe der Ehepartner, diese Vision durch Höhen und Tiefen des Familien- und Ehealltags zu tragen.

 

Einen individuellen „Rucksack-Cajon“ bauen

Dieser eigenen Vision beziehungsweise Melodie ging es dann an einem kreativen Nachmittag ganz konkret auf die Spur. Jedes Paar war eingeladen, ein „Rucksack-Cajon“ zu bauen und mithilfe von Brennkolben individuell zu gestalten. So verschieden die Paare, so verschieden die Musikinstrumente in ihrer Gestaltung. Passend zum Thema der gemeinsamen Tage sorgten bewegende Gottesdienste mit mitreißender Musik für besondere Momente.

 

Wo bin ich in meinem Wachstum?

Der Zelebrant legte mit den gottes­dienstlichen Feiern und seinem Vortrag rund um „den Gott des Lebens“ den Schwerpunkt auf Rituale der Stille und Momente des Alleinseins. Dies ganz beson­ders im oft schlaflosen und arbeitsreichen Familienleben. Der Vierschritt „Ich-Du-Wir-Gott“ verbildlichte dabei, wie zen­tral innere seelische Prozesse für gute Beziehungen sind. Mit der Frage „Wo bin ich in meinem Wachstum?“ gab er so man­chen Paaren zu denken und wieder einmal Grund für ein kurzes Paargespräch. Viel Zeit zum gemeinsamen Austausch als Paar gab es beim „Maiabend in romantischer Atmosphäre“. Nicht nur für kleine und feine Leckerbissen war gesorgt, sondern auch für Nahrung für die Elternseele. „Was schätze ich an Dir? Was wünsche ich mir von Dir? Wie sieht unser bisheriger Weg zu zweit aus?“ Berührende Fragen, die den Abend persönlich und individuell werden ließen.

 

Wecken, was in unseren Kindern schlummert

Von der Kunst, in den Kindern das zu wec­ken, was Gott in sie hineingelegt hat, wurde realistisch und aus dem vollen Familienleben angegangen. Die ernstgemeinten Tipps  dazu: Mit den Kindern, unabhängig von deren Alter, auf Tuchfühlung bleiben, ihnen Heimatrecht im Herzen der Eltern geben und dabei etwas ganz Bedeutendes schen­ken: Vertrauen. Rundum gute und ernstzu­nehmende Impulse, die den Elternpaaren zu Denken und zu Reden gaben. Das Paargespräch als immer wiederkehrender Bestandteil der Tagung wurde so zum roten Faden für die Paare und die Thematik der vier wunderbaren Tage.

 

Wunderbar vor allem deshalb, weil nicht nur die Eltern in den Genuss interessanter Themen kamen. Auch die Kinder erleb­ten intensive und fröhliche Tage dank einer wunderbaren Kinderbetreuung. Der Frühling gab seines noch dazu und lock­te Kinder, Jugendliche wie Eltern immer wieder nach draußen in den wunderschön aufblühenden Garten der Marienau. Ein „Halleluja zum Schluss“ dann am Sonntag auf dem Kentenich-Hof. Gemeinsam mit zwei weiteren Gruppen (Dance & Pray und Schnuppertage) feierten die Familien dort einen mitreißenden Gottesdienst. Was weiterklingt? Die Sehnsucht, der Familienmelodie auf der Spur zu blei­ben und das Wissen, dass Schönstatt ganz besonders für Familien vor allem eines bedeutet: Willkommen!

 

Quelle: Unser Weg 2016 Qrt. 2