UNSERE KRAFTQUELLE


 

 

 

 

Familie B. gibt Einblick in ihr Hausheiligtum

 

 

unser weg: Wann und wie ist Euer Hausheiligtum entstanden?

 

Ehepaar B.: Als Ehepaar haben wir in den ersten Jahren unserer Ehe die Berufung zur Diakonie erspürt: Da sein für andere, Leben lassen, Liebe verschwen­derisch schenken, Zulassen, dass andere anders leben wollen als wir, Menschen annehmen wie sie sind, einfach da sein für andere. Konkret engagieren wir uns deshalb für: Unsere Kinder, Firmunterricht, Notfallseelsorge, Pfarrei, Krankenkommunion, DRK SEG-Dienst, Menschen im Gebet begleiten, seit einigen Monaten unseren Pflegesohn und eine Flüchtlingsfamilie, die wir in unserem Gartenhaus beherbergen, … Unser erstes Hausheiligtum war und ist unser Wander- Heiligtum. Wir bekamen es von einer befreundeten Familie geschenkt. Später erweiterte sich unser Hausheiligtum und der Wirkkreis vergrößerte sich. Unser Hausheiligtum wächst langsam. Alles in unserem Hausheiligtum entzündet sich durch oder am Leben.

 

unser weg: Hat Euer Hausheiligtum einen Namen? Wenn ja, was verbindet Ihr damit?

 

Ehepaar B.: Bei dem Umzug einer befreundeten Familie entdeckten wir ein Bild von Franz Marc „Tirol 1914“. Dieses Bild ist sehr farbenfroh kreuz und quer. Nur wer sich die Zeit nimmt, wird entdecken, dass Maria in diesem Chaos zum Vorschein kommt. Unsere „Chaos Mary“ begleitet seither die Gespräche im Wohnzimmer. Es entspricht unserer Erfahrung, dass sie unser Anker ist im stürmischen Meer des

Alltags. So bekam unser Hausheiligtum den Namen: Bergende Zuflucht im Chaos der Welt.

 

unser weg: Wie lebt es bei Euch? Welche Erfahrungen und Erlebnisse gab es im Hausheiligtum?

 

Ehepaar B.: Seit dem letzten Jahr hat die „Zuflucht“ bei uns extrem zuge­nommen und in unserem Hausheiligtum wurden mit unseren muslimischen „Kindern“ Weichen gestellt und wir sind uns ganz sicher, dass sie die Nächstenliebe, die Christus uns gelehrt hat, spüren konnten. Wir laden ganz bewusst in unserem Hausheiligtum zu Gesprächen ein. Auch wenn kein Wort über Gott gesprochen wird, wirkt die Atmosphäre auf unsere Besucher, denn eine Kerze brennt hier immer. Persönlich sitzen wir sehr oft zur Entspannung mit Cappuccino oder Kaffee hier, denken und beratschlagen mit Gott und der Gottesmutter den weiteren Weg, den wir mit den uns Anvertrauten gehen sollen.

 

 

Quelle: Unser Weg 2016 Qrt. 4