KENTENICHPÄDAGOGIK: CHAOS UND UNORDNUNG BEI TEENAGERN – WIE KOMMEN WIR WEITER?


 

 

 

 

Das Zimmer unseres Sohnes (17) ist ständig unaufgeräumt. Alles liegt am Boden: benutzte und saubere Wäsche, Schulsachen, leere Trinkflaschen, schmutziges Geschirr, und noch vieles mehr. Für sein Zimmer ist er „eigentlich“ selbst verantwortlich und wir möchten ihm seinen Freiraum lassen. Ihn stört die Unordnung auch nicht, aber wir leiden an diesem Dauerchaos. Was wäre uns da hilfreich?

 

 

Verständnis schafft Freiraum

Wenn wir Eltern verstehen, was in der Pubertät geschieht und welcher Sinn dahinter steckt, dann wird vieles leichter für uns und unser Kind. Dann können wir gelassener mit der Situation umgehen.

 

In unseren Kindern verändert sich nun einiges. Wir Eltern dürfen erleben, wie der Jugendliche sich von der Raupe zum Schmetterling wandelt. Das erfordert von uns viel Geduld.

 

In diesem Zusammenhang spricht Pater Kentenich von drei Stadien der Pubertät:

 

Chaos im Kopf und Chaos im Zimmer

Gerade in der ersten Phase beobachten wir oft das Unordnungsphänomen. Eine Mutter erzähl­te einmal: „Meine Zwillinge waren immer so ordentlich und jetzt – furchtbar! Wenn ich das Fenster bei ihnen öffnen will, muss ich erst ein­mal durch einen Wäscheberg hindurch waten. Schmutzwäsche und frische Wäsche, alles liegt durcheinander am Boden.“

„Chaos im Kopf und Chaos im Zimmer“, sagte eine Bekannte dazu schmunzelnd.

 

Freiheit mit Regeln

Als Eltern gestehen wir unserm Kind Privatsphäre zu. Dein Zimmer gehört dir! Damit verbunden ist die Pflicht, das Zimmer selber in Ordnung zu halten. Wir dulden gepflegte Unordnung und kreatives Chaos, aber nicht das Züchten von Ungeziefer.

Regeln, die auch schon als Schulkind galten, gelten auch jetzt- oder werden neu vereinbart:

 

 

Wichtig ist das Einhalten der Regeln, mit den nötigen Konsequenzen, wie zum Beispiel die Wäsche selber bügeln, wenn die gebügelte Wäsche nicht in den Schrank, oder einfach wieder in die Wäsche kommt.

 

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2016 Qrt. 4