WO GLAUBE „HAND UND FUSS“ BEKOMMT



 

 

 

 

Familiengruppen – einander begleiten, das Leben stärken.

 

 

Als Ehepaar und Familie sind wir seit circa 17 Jahren in einer Familiengruppe „unter­wegs“. Von Beginn an fühlen wir uns dabei für die Organisation als Gruppenleiter verantwortlich. Wir sind fünf Familien mit 20 Kindern. Monatlich treffen wir uns als Ehepaare, um aus der Spiritualität Schönstatts und aus der Pädagogik von Pater Josef Kentenich unser Leben christ­lich zu gestalten. Diese Treffen stärken uns, weil wir mit Gleichgesinnten im Austausch bleiben, miteinander beten und Werkzeuge für unsere Partnerschaft und Familie erhal­ten. Wir arbeiten zum Beispiel zu Themen rund um das Paargespräch und unseren Ehe-Abend, wir fragen uns, was gute reli­giöse Rituale für unsere Familien sind oder wie wir den Glauben im Alltag lebendig werden lassen können, zum Beispiel mit dem Hausheiligtum. So hat sich in den letzten Jahren nicht nur eine tiefe und feste Gemeinschaft gebildet, sondern wir sind auch sehr in die schönstättische Spiritualität hineingewachsen!

 

Alltäglicher Glaube

Mit all unseren Kindern machen wir auch immer wieder ganz „weltliche“ Ausflüge. So erleben sie sich auch als große Familie, denn wir möchten ihnen vermitteln, dass christlicher Glaube und das alltägliche Leben nicht getrennt funktionieren kön­nen. Unsere alltäglichen Handlungen und Gesten sollen bewusst machen und Beispiel sein, dass wir aus dem christlichen Glauben leben. So helfen und unterstützen wir uns auch gegenseitig im Alltag. Und so kön­nen wir manche Klippen umschiffen. Aus dieser Erfahrung heraus und weil wir seit einigen Jahren auch für die Schönstatt-Familien im Raum Rottweil verantwortlich sind, sehen wir es nun als unsere Aufgabe an, „suchende Ehepaare und Familien“ in neuen Familiengruppen zusammen zu schließen. Wir möchten dieses Plus im Leben gerne weitergeben. Denn Familien, die sich gegenseitig stärken, sind eher in der Lage, Krisen zu bewältigen, aber auch das Schöne und Kostbare wahrzunehmen.

 

Wachsende Kreise

So ergab es sich im Jahr 2013 ganz konkret, dass einige Paare aus unserem Bekanntenkreis mehr oder weniger Interesse an einer Familiengruppe zeigten. Durch persönliche Ansprache und Einladung kam ein erstes Treffen bei uns im Wohnzimmer zustande. Wir haben Material aus Gruppenstunden und aus unserer eigenen Erfahrung zusammengestellt. Wir haben mit dem begonnen, was uns selbst erfüllt oder uns neue gegenseiti­ge Aufmerksamkeit geschenkt hat. Nach nahezu zweijähriger Begleitung hat sich inzwischen ein Kern von fünf Paaren mit elf Kindern zu einer selbständigen Familiengruppe ent­wickelt. Im Dezember 2014 haben wir dann, bedingt durch die Hochzeit meiner jünge­ren Schwester, mit ihr und deren Freunden erneut ein solches Treffen in die Wege geleitet. Diese jungen und dynamischen Paare sind geprägt durch einen festen Willen, auch in und mit einer Familiengruppe zu leben. Für uns ist es wichtig, so als Ehepaar und Familie Hauskirche zu leben und Verantwortung in Kirche und Welt wahrzuneh­men. Aus diesem Geist heraus gestalten wir jährlich auch einen Valentins-Gottesdienst, der im Rahmen der Marriage-Week statt­findet. Mit diesem Gottesdienst wollen wir die Ehepaare stärken und ihnen eine ganz besondere Stunde zum Auftanken schenken. Durch den besonderen Flair des Gottesdienstes und vielleicht auch durch die zeitgleich angebotene Kinderbetreuung hat sich die Zahl der Kirchenbesucher aus nah und fern inzwischen bei 300 bis 400 Personen eingependelt. So sind wir sehr erfüllt davon, dass diese Ideen Kreise ziehen.

 

 

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2017 Qrt. 1