SO KOMMT MAN JEDER KRISE AUF DIE SPUR


 

 

 

 

Unterwegs auf dem Eheweg

 

 

Kurz vor Weihnachten haben mein Mann und ich es tatsächlich noch geschafft, uns zwei Tage frei zu nehmen und wegzufah­ren. Wir haben uns Schönstatt als Ziel her­ausgesucht. Schon lange wollte ich meinem Mann mal alles zeigen, was mir so gefällt.

 

Also ging es früh los. Wir haben uns die Pilgerkirche angeschaut, Kerzen angezün­det, dann das Heiligtum besucht und sind eine Weile dort geblieben, dann das klei­ne Kapellchen und die ganze Anlage. Ein Höhepunkt für mich war, dass wir den Eheweg miteinander gegangen sind. Ich hatte für meinen Mann und mich ein Heftchen im Infozentrum geholt und wir haben uns wirklich ganz ernst und ehrlich Station für Station Zeit genommen, um alle Impulse auf uns wirken zu lassen, und haben alle Fragen beantwortet. Bei Station 14 und 15 auf dem Berg Nazareth sind wir ganz schön außer Atem gewesen, aber wir mussten da unbedingt noch hin.

 

Auch eine Ehe ist hin und wieder sehr anstrengend – genau wie der steile Weg zur letzten Stele. Aber es hat sich wirk­lich gelohnt. Wir haben einiges in unserer Beziehung gefunden, auf das wir wieder mehr Wert legen wollen und das wir künf­tig wieder bewusster miteinander tun wol­len. Zu meiner Freundin habe ich einen Tag später gesagt, ein Ehepaar, dass offen und ehrlich diesen Weg geht und alle Fragen aufrichtig beantwortet, kommt jeder Krise auf die Spur. Also, es war bereichernd, auch für meinen Mann.

 

Im Seelsorgekurs habe ich am letz­ten Wochenende auch vom Eheweg in Schönstatt erzählt, dass ich ihn mit mei­nem Mann gegangen bin und wie wohl er uns getan hat. Eine Teilnehmerin, mit der ich mich sehr gut verstehe, hatte dann eine gute Idee. Sie will ihrer Freundin und deren Mann zu deren Silberhochzeit eine Übernachtung in der Nähe und eine Info zum Eheweg schenken, damit sie den gehen können und sich eine gute Zeit machen. So wie mein Mann und ich. Finde ich toll.

 

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2017 Qrt. 4