DAS HERZ RUHT AUS


 

 

 

 

Schon wenn wir das Alte Testament aufschlagen, da hören wir, was hier der ewige Gott uns sagt durch die Propheten: Was wünscht er? Er wünscht unser Herz! Er verlangt nach unserem Herzen! Danach verlangt der Vater: Seine Kinder im Herzen zu bergen. Dort sollen sie wohnen. Dort sollen sie eine Heimat haben. Und ein Kind, das so unbeschreiblich zart und innig im Herzen des Vaters wohnt, ja wie ist das innerlich erfüllt mit Jubel und Freude! Deswegen: Im Gebet darf unsere Seele froh sein. Und wenn der Verkehr im Gebet auch weiter nichts wäre als ein überaus stilles Hineinschweigen in den ewigen, in den gegenwärtigen Gott: Ich schweige mich hinein, ich will in ihm sein, bei ihm sein, schweigend. Da spricht nicht der Mund, das Herz spricht; das Herz ruht, das Herz ruht aus.

 

Ein Beitrag von Pater Josef Kentenich, vgl. 13.06.1965

 

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2018 Qrt. 1