FEUER UND FLAMME FÜR DEN GLAUBEN



 

 

 

 

Jedes Jahr findet in Schönstatt die „Nacht des Heiligtums“ für Jugendliche statt – ein Glaubensfestival, das eine perfekte Mischung aus Spiritualität und Tiefe, Spaß und Ausgelassenheit bietet. Eine Teilnehmerin berichtet von ihren Erfahrungen.

 

 

Seitdem ich mit neun Jahren zum ersten Mal auf einem Treffen der Schönstattjugend war, bin ich total von Schönstatt und der Jugendarbeit dort begeistert – und mitt­lerweile seit mehreren Jahren dafür mit­verantwortlich im Bistum Trier. Mit mei­nem Engagement kann ich viel bewegen, Mädchen bei unseren Treffen stark machen und ihnen Glauben und Lebensfreude vermitteln. Andererseits werde ich selbst total beschenkt und darf durch unsere Gemeinschaft in meinem Glauben und meiner Persönlichkeit immer weiter wachsen. Da lag es auf der Hand, dass ich auch früh von der „Nacht des Heiligtums“ (NdH) erfuhr – einem Glaubensfestival für Jugendliche in Schönstatt. Wie andere Jugendliche auch, habe ich auf meinen 16. Geburtstag gewar­tet, um selbst bei der NdH dabei sein zu können. Als es dann soweit war, hatte ich mich zwar etwas von Schönstatt entfernt, aber zur NdH zu kommen, das wollte ich mir dann doch nicht nehmen lassen. Nach dem Wochenende unter dem Motto „Du bist ein Gewinner“ war ich wieder ganz Feuer und Flamme.

 

Highlight des Sommers

Seitdem ist die NdH jedes Jahr eins der größten Highlights meines Sommers und der Termin steht immer von Anfang an in meinem Terminkalender fest vorgemerkt.

 

Auch viele andere Jugendliche reisen Anfang September für die NdH aus allen Ecken Deutschlands und zum Teil auch aus der Schweiz und Österreich nach Schönstatt. Im letzten Jahr waren über 500 Teilnehmer dabei. Meine erste NdH hat mich definitiv bestärkt, noch mehr meinen Glauben zu leben und mich weiter für Schönstatt zu engagieren, denn das Wochenende bietet die perfekte Mischung aus Tiefe, Spaß, Party, Glaube und Ausgelassenheit. Dort wird auch erlebbar, dass diese Dinge sich nicht gegenseitig ausschließen und dass Christsein Freude macht.

 

Nach dem Abendessen und dem Auftakt im Festzelt, der mit einem gemeinsamen Abendgebet endet, startet die sogenannte Nachtkultur. Die verschiedenen Diözesen der Schönstattjugend haben unterschiedli­che Zelte aufgebaut: Den R(h)einisch Pub, das Bayern- sowie das Schwabenzelt und die Coffee Seebühne – da ist für jeden das Richtige dabei und bei entspannter Atmosphäre kann dann getanzt, gesungen, gelacht und geredet werden. Besonders gut gefällt mir auch, dass es jedes Jahr ein großes Angebot an Workshops gibt. Die Entscheidung für einen Workshop fällt mir immer schwer. Es gibt Angebote zu den Bereichen Alltag, Spiritualität, Sport und Kreativität.

 

Glauben voller Freude leben

Einer der Höhepunkte jedes NdH-Wochenendes ist die Liebesbündnisnacht am Samstagabend. Alle Teilnehmer singen und beten miteinander, werden still und hören Impulse, die in die Tiefe gehen. In einer Lichterprozession gehen alle zur Wiese am Urheiligtum, um dort Anbetung zu halten. Abschließend dürfen alle nachein­ander kurz ins Urheiligtum gehen und die Gottesmutter „besuchen“. Dafür bilden sich lange Warteschlangen. Durch dieses Erlebnis mit all den anderen Jugendlichen wird spürbar, dass der Glaube auch in unserer Generation lebt.

Darüber hinaus ist die NdH auch die Gelegenheit, neue Leute mit nach Schönstatt zu bringen und ihnen zu zeigen, was die Schönstattjugend eigentlich ist. Manchmal frage ich mich, wem ich gerne einmal Schönstatt zeigen möchte und habe zur letzten NdH recht kurzfristig zwei Freundinnen mitgebracht. So konnten sie selbst erleben, wovon ich so oft erzähle. Eine meinte später, dass sie noch nie an einem Ort so freundlich und interessiert begrüßt wurde und sie war von der Atmosphäre und den vielen helfenden Händen, die das Wochenende gemeinsam möglich machen, sehr beeindruckt. Und es stimmt wirk­lich: Bei der NdH sind eine super gute Stimmung, Tiefe, die Suche nach Mehr und ein großartiges Miteinander garantiert. Das Lied zum jeweiligen Motto bleibt mir mei­stens noch tagelang im Ohr und die vielen guten Impulse begleiten mich stets noch lange Zeit in meinem Alltag und beflügeln mich, meinen Glauben authentisch und voller Freude zu leben.

 

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2018 Qrt. 2