UNSER HAUSHEILIGTUM – UNSER BETHLEHEM



 

 

 

 

Was nimmt Gott lieber an, als die Einladung, bei uns zu wohnen!?

 

Wir sind seit 46 Jahren verheiratet, haben sechs erwachsene Kinder und ein Pflegekind und freuen uns über unsere bald 23 Enkelkinder. Ein Hausheiligtum haben wir seit unserer Hochzeit. Von den ersten Fußspuren bis jetzt, zu den vorletzten, hat uns die Liebe Gottes begleitet, getragen, geführt – auch und gerade in schweren Zeiten. So sind wir nach einigen Umzügen im „Vorzimmer“ des Himmels gelandet.

 

Welchen Namen hat unser Hausheiligtum, welchen Auftrag haben wir? Es war ein Suchen, ein Tasten – und je nach Lebenssituation, Familienstand und neuem Wohnort gab es Veränderungen bei diesem

Namen. Von Anfang an aber wünschten wir uns, wussten und spürten wir, dass von unserem Hausheiligtum die Gnaden der drei göttlichen Tugenden geschenkt wer­den: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Unser Name: Bethlehem – das bedeutet die Menschwerdung Gottes. Gott schickt uns seinen Sohn und zeigt uns dadurch seine große Liebe und Barmherzigkeit. Auf dem Gnadenbild von Schönstatt zeigt uns die Gottesmutter das Kind, lässt sie uns teilhaben an der Berührung mit dem Heiligen Geist. Sie ist das Kind des Vatergottes und weist uns hin auf den Vater. Zugleich sehen wir in Bethlehem die heile, die Heilige Familie.

 

Bei unserer ersten Weihe an die Gottesmutter beteten wir: „Dir übergeben wir die Erziehung und Formung unserer Herzen und die Erziehung und Formung unserer Kinder ...“ Bei der Einweihung unseres Hausheiligtums: „Hier sollen Deine Herrlichkeiten aufleuchten, hier soll Heimat und Zufluchtsort sein für alle, die suchen und in Not sind. Schenke besonders allen, die hierher kommen, ein Wachsen der drei göttlichen Tugenden ...“ In tausendfältiger Weise durf­ten wir die Erfüllung dieser Bitten erfahren.

 

Damit das Hausheiligtum nicht nur ein Ort ist, sondern Leben gibt, dafür gibt es den Krug. In ihn legen wir sinnbildlich unsere Anliegen und Bitten, manchmal auch Zettel oder Fotos. Und in ihn legen wir auch unseren Einsatz, unser Mittun: „Nichts ohne Dich, nichts ohne uns.“ Unser kleiner Beitrag ist zum Beispiel das tägliche Lesen in der Heiligen Schrift, das Verkosten der Worte von Pater Kentenich (zur Zeit in dem Buch „Kindsein vor Gott“), die täglichen Gebete, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sind ...

 

Jeden Tag sind wir von Dankbarkeit erfüllt, dass wir Schönstatt kennengelernt haben, dass wir und unsere Kinder mit Gott und der Gottesmutter leben dürfen. So ist das Schlussgebet an jedem Abend: „...Was wären wir geworden ohne Dich, die Du für uns besorgt bist mütterlich.“

 

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2018 Qrt. 2