WAS BEDEUTET DIR DEIN HANDY?


 

 

 

 

Statements von Jugendlichen

 

 

Medien sind nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken, einfach aufgrund des Vernetztseins und der Kommunikation. Aber ich habe zeitweise das Gefühl, dass Medien einen zu großen Raum in meinem Leben einnehmen und zum Teil sogar die Interaktion mit Menschen behindern, da alles nur noch über WhatsApp läuft.

Sarah, 15 Jahre

 

 

Für mich ist das Handy total praktisch, weil ich so mit meinen Freunden, die ich nicht täglich sehe, immer in Kontakt sein kann. Wenn sie ein Problem haben, dann schreiben sie es und ich kann mit dran denken.

Teresa, 18 Jahre

 

 

Ich habe seit einem Jahr kein Handy mehr. Bis dahin hatte es ein paar Jahre nur noch das Handy für mich gegeben, das war völlig monoton. Ich habe es dann meinem Bruder geschenkt. Seitdem habe ich viel mehr Interessen entdeckt, außerdem bin ich nicht mehr so aggressiv. Ich finde auch, dass Begegnungen zwischen Menschen durch das Handy oft überflüssig werden. Man kann alles über das Handy austauschen – das finde ich nicht gut.

Gabriel, 16 Jahre

 

 

Am meisten mag ich, dass ich meine Musik immer bei mir habe, egal wo ich bin. Wenn ich zum Bouldern gehe, kann ich Musik hören, oder auch im Auto, wenn wir mit der Familie irgendwohin fahren. Und meine Geschwister hören ihre Musik. Früher haben wir uns immer einigen müssen.

Anton, 16 Jahre

 

 

Es gibt viele Apps, die mir das Leben erleichtern. Ich bin viel unterwegs, und ich habe dann alle Fahrpläne, die ich brauche, dabei, und auch alle Kontaktdaten. Das ist einfach toll.

Eva, 18 Jahre

 

 

Ich bin leichter, besser, immer erreichbar. Der Kontakt ist auch mit Menschen in weiter Entfernung möglich. Aber ich finde auch, dass viele Menschen zu viel am Handy oder Computer sind. Dadurch wird weniger Zeit draußen und auch weniger Zeit miteinander verbracht.

Marie, 17 Jahre

 

 

Ich finde es doof, wenn manche Erwachsene sagen, dass es früher besser war, als es noch keine Handys gab. Früher war nicht alles besser, früher gab es auch Krieg, heute nicht mehr. Ich glaube, wenn die Menschen miteinander reden, dann schießen sie nicht aufeinander. Die Erwachsenen sollten versuchen, uns zu verstehen.

Benedikt, 16 Jahre

 

 

Ich benutze das Handy immer dann, wenn ich auf etwas warte oder gerade nichts Besseres zu tun habe. Besonders gerne liege ich abends im Bett und beschäftige mich mit dem Handy. Dann will ich nicht mehr an die Probleme denken, dadurch werden sie ja nicht besser. Da lenke ich mich lieber ab. Ich könnte auch beten, aber das wird durch das Handy leider irgendwie verdrängt. Mir fallen dann meist irgendwann die Augen zu.

David, 14 Jahre

 

 

Ohne Handy wäre in meinem Leben nichts besser, weil ich mir für das, was mir wichtig ist, immer die Zeit nehme.

Emilia, 18 Jahre

 

 

Wenn ich selbst Kinder hätte, dann würde ich schon versuchen, je nachdem wie alt sie sind, die Zeit mit Handy zu begrenzen. Aus heutiger Sicht finde ich es auch gut, dass meine Eltern immer versucht haben, das unserem Alter entsprechend einzugrenzen, auch wenn ich es in dem Moment nervig fand.

Max, 19 Jahre

 

 

Das Internet hat es mir ermöglicht,

Klavier zu lernen, ohne eine einzige Stunde Unterricht zu nehmen. Ich überlege mir ein Stück und finde dann die Tutorials dazu im Netz.

Julian, 16 Jahre

 

 

Durch das Handy bleibe ich auf dem Laufenden, was Aktionen und Treffen angeht. Es hilft mir, Vereinbarungen zu treffen, aber nicht, Freundschaften aufrecht zu erhalten. Sicher benutze ich es zu viel.

Tilman, 15 Jahre

 

 

Das Handy ermöglicht mir über die sozialen Netzwerke den Kontakt mit Freunden zu halten. Außerdem kann ich mit meiner Familie, die nicht direkt bei uns wohnt, in Verbindung bleiben und höre, wie es ihnen geht. Dafür ist mir mein Handy sehr wichtig. Ich achte darauf, nicht zu oft am Handy zu sein, was allerdings recht schwierig ist. Aber ich versuche, dass es ein Gegenstand bleibt, ohne den ich auch sonst leben könnte.

Johanna, 17 Jahre

 

 

Mein Handy ist mir wichtig, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Ich kann schnell und einfach Leute erreichen, auch welche, die ich nur selten sehe. So verlieren sich Beziehungen nicht so schnell. Mein Handy hat eine gute Kamera, weil ich es sehr viel zum Fotografieren benutze.

Valeria, 18 Jahre

 

Bevor ich an mein Handy gehe, schaue ich, wie spät es ist. Damit kann ich ein bisschen kontrollieren, wie lange ich mir aus Langweile die Zeit mit kleinen Filmchen oder mit Chatten vertreibe. Ich glaube, dass ich mein Handy nicht vermissen würde, wenn ich es wegsperren müsste, allerdings wüsste ich bestimmt nicht gleich, was ich dann mit der freien Zeit anfangen würde.

Selma, 17 Jahre

 

 

 

Mein Handy ist mir wichtig, ja! Ich kann jederzeit in Kontakt mit Freunden sein, die ich in meinem Alltag nicht so oft sehe! Und wenn ich Mamataxi brauche, zücke ich einfach schnell mein Handy (ob sie mich dann holen kann, ist nochmal was anderes ...). Meine Nutzung habe ich im Griff, würde ich sagen. Wenn ich auch mal ohne Handy aus dem Haus gehe, ist das kein Weltuntergang. Und sich mit Freunden im echten Leben zu treffen macht auch viel mehr Spaß. Ich habe auch keine Spiele auf dem Handy, weil es immer was anderes zu tun gibt – und wenn ich nur an der Bushaltestelle sitze und die Welt um mich herum beobachte.

Laura, 15 Jahre

 

 

Quelle: Unser Weg 2018 Qrt. 3