Das Wir gewinnt


 

 

 

 

 

Familienfestival 2018 in Schönstatt – eine Rückschau  in Eindrücken und Bildern

 

 

Eigentlich begann das Festival schon am Freitagabend bei der Registrierung und dem Abendsegen am Urheiligtum. Dort war ein großes Hallo. Die Familien freu­ten sich aufeinander und setzten auf der Deutschlandkarte ihr Fähnchen, wo sie zuhause sind. Die Auftaktveranstaltung am Samstag war sehr lustig und gewinnend für Große und Kleine. Dann das Podium mit den Ehepaaren, die Zeugnis gaben: Den Eheweg mit dem Verlauf der Sonne zu vergleichen, war sehr ansprechend für uns. Wir freuen uns schon drauf, die zentralen Veranstaltungen auf schoenstatt.tv noch­mal anzusehen.

 

Bei dem ganzen Trubel war es dennoch möglich, bei der Liebesbündnis-Feier am Samstagnachmittag zur Ruhe zu kommen und einen ganz persönlichen Moment bei der Erneuerung des Ehebundes zu genie­ßen. Auf das Picknick danach waren wir sel­ber sehr gespannt. Wird es funktionieren, dass sich immer fünf Personen zusammen­tun? Was passiert mit den Essensresten? Und dann erlebten wir ein sehr unkompli­ziertes, familienhaftes, lockeres und lecke­res Picknick. Die Urheiligtums-Wiese ver­wandelte sich in eine große Picknickwiese, wo gegessen, gespielt, gelacht und gechillt wurde. So muss das wohl bei der Speisung der 5.000 ausgesehen haben.

 

Nach dem vielfältigen Abendprogramm traf man sich wieder auf dem Pilgerplatz bei gemütlicher Atmosphäre. Darauf haben wir uns sehr gefreut: Wie eine große Familie, die sich einen gemütlichen Abend bei leckeren Cocktails, Feuer, kühlendem Bier und tollen Gesprächen macht. Den Familiengottesdienst am Sonntag erlebten wir dann als sehr bunt, froh und feier­lich. Wir sind sehr dankbar, Teil einer so genialen Familienbewegung zu sein. Ein Ehepaar aus unserer Gemeinde, das zum ersten Mal Kontakt zu Schönstatt hatte, fühlte sich ebenfalls sehr wohl und aufge­nommen in dieser positiven, lebensbeja­henden und lebensfrohen Atmosphäre.

 

Jeder, der am Familienfestival teilgenom­men hat, hat dazu beigetragen, dass es zu

dem wurde, was es war. Zudem war die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen sehr hoch. Das sommerliche Wetter war ein Geschenk des Himmels. Unser Ziel, die Freude an Ehe und Familie zu stärken,

haben wir unserer Wahrnehmung nach erreicht. Wie es im Mottolied heißt: Das WIR gewinnt! Das WIR beginnt, so sind wir nun gesandt, einander und andere spü­ren zu lassen, wie wertvoll und genial es ist, Ehe und Familie zu leben.

 

 

WORKSHOPS, VORTRÄGE & GEISTLICHE ANGEBOTE, INFORMATIONEN, SPIEL & SPASS

 

 

Sichere Bindung – Stark fürs Leben

Der Austausch über das Thema war sehr rege. Vor allem die Themen Erkundungsdrang des Kindes und dessen Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit standen im Mittelpunkt. Das Festival insgesamt war eine rund­um gelungene Mischung aus Spiel und Spaß, Familie genießen, Anregung und Austausch in den Workshops und Beten und Singen und Raum für viele schöne Begegnungen.

 

 

Gut, dass Du so anders bist!

Es ging um die Unterschiede von Mann und Frau, die am Geschlecht, aber auch im Wesen und Temperament begründet sein können. In einem kur­zen Impuls haben wir aufgezeigt, dass unsere Unterschiede anstrengend sein und nerven können – sie können aber auch eine Chance sein zur gegenseitigen Ergänzung und Bereicherung. Es kommt auf den Blickwinkel an! Wir haben die Ehepaare eingeladen, die positiven Aspekte ihrer Verschiedenheit (wieder neu) zu entdecken und ganz konkret im Alltag zu nutzen. Das Interesse war groß – das Thema ist offenbar ein Eheleben lang aktuell. Das jüngste Ehepaar war ein halbes Jahr verheiratet, das älteste über 50 Jahre! In der Austauschrunde herrschte ein offenes, positives Klima. Die Ehepaare haben Beispiele erzählt, in denen sie gute Erfahrungen mit ihrer Verschiedenartigkeit gemacht haben. Wir sind dadurch auch selber reich beschenkt worden!

 

 

Wenn Kinder andere Wege gehen

Das Thema weist hin auf eine Not, die für viele Eltern bedrängend ist. Ich erzählte den 26 Teilnehmern von einigen Menschen, die in der sogenannten „midlifecrisis“ den Glauben neu für sich entdeckt hatten. Für Eltern ist es wichtig, sich nicht selbst den Boden unter den Füßen wegzuzie­hen mit der ständigen Frage: Was haben wir denn bloß falsch gemacht? Nach dem Workshop blieb noch ein kleiner Kreis von Interessierten, die dann im Erfahrungsaustausch persönlicher wurden als vorher in der großen Runde.

 

 

Er ist nicht weggegangen …  Ein Wir, das bleibt

„Das Wir bleibt“ – eine Botschaft, die in den Mauern der Dreifaltigkeitskirche zu erleben, zu spüren war! Ich hatte den Eindruck, dass die Besucher mit Pater Kentenich in persönlichen Kontakt kamen. Das wurde mir auch bestätigt durch das eine oder andere Echo. Die Atmosphäre der Gründerkapelle lädt dazu ein, es sich „gemüt­lich“ zu machen, nicht gleich wieder zu gehen. Und wer wollte, konnte sich ein Wort Pater Kentenichs ziehen und sich von ihm mit einem Bonbon beschenken lassen. Diese Angebote haben Groß und Klein sehr gerne genutzt. Und gerade auch dieses “Handgreifliche“ verstärkte den Eindruck: Er ist wirklich nicht weggegangen. Er ist uns vom Himmel aus nah. Er gibt das, was wir brauchen – vom Bonbon bis hin zur Hilfe in den Lebens- und Glaubensfragen.

 

 

Zwischen den Fronten. Die Sandwichgeneration

Der Austausch über die verschiedenen Lebenssituationen war sehr lebens­nah und wir erfuhren viel persönliche Betroffenheit.

 

 

Ein Chromosom MEHR - WERT für unsere Familie

Wir waren in diesem Workshop zusammen mit zehn Familien. Es ging um das Down-Syndrom. Das hat uns sehr inspiriert, dass wir das auch schaffen können. Unser Sohn ist geistig behindert. Die Vertrauensbasis war so, als würde man sich schon ewig kennen.

 

 

Das WIR gewinnt: Wenn Hormone flügge werden!

Wir haben von unseren Erfahrungen mit pubertierenden Kindern berichtet, von den anstrengen­den und schönen Seiten der Erziehung. Die Teilnehmer waren eingeladen, ihre Erfolge und natür­lich auch ihren Frust beizusteuern und miteinander über gangbare Wege zu sprechen. Es waren offene, interessierte Eltern, die ihre Kinder in unterschiedlichen Stadien der Pubertät haben. Sie spüren viele Aufregungen und viel „Wut“ in sich über das Verhalten der Kinder, bei gleichzeitigem Engagement und Liebe für sie. Das Familienfestival insgesamt war ein Aufbruch in ein starkes „WIR“, auch zwischen den Gliederungen der Schönstatt-Familienbewegung, ein tolles Fest: jung, begegnungsreich, sonnig, inhaltsreich und professionell organisiert.

 

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2018 Qrt. 3