DAMIT DIE ZUKUNFT EIN ZUHAUSE HAT



 

 

 

 

Die Akademie für Ehe und Familie in Mainz – ein Kraftakt, der sich lohnt

 

 

Zwei Jahre, zehn Wochenenden, dazu zwei volle Studienwochen. Und die eigentliche Arbeit liegt zwischen den Veranstaltungen. Die dürren Fakten beschreiben das Pensum eines Kurses der Akademie für Ehe und Familie. Eine beachtenswerte Investition in Zeiten, in denen oft beide Ehepartner arbeiten, die Terminkalender notorisch überfüllt sind und Mangel die häufigste Assoziation zum Begriff Zeit ist.

 

Von Ehepaaren für Ehepaare

Die Akademie für Ehe und Familie ist eine Initiative von engagierten Ehepaaren für Ehepaare. Zum Ziel hat sie die Stärkung von Ehe und Familie in unserer Gesellschaft. Sie befähigt Ehepaare, ihre eigene Ehe und Familie positiv zu leben und zu gestalten. Und sie fördert Ehepaare, die sich in Kirche und Gesellschaft für Ehe und Familie ein­setzen. Um diese Ziele zu erreichen, bil­det die Akademie in zweijährigen Kursen Ehepaare zu Ehe- und Familientrainern aus. Die Paare erhalten dadurch ein umfas­sendes Know-how für die eigene, gelin­gende Paarbeziehung. Außerdem wer­den sie darin geschult, dieses Know-how auch anderen Paaren und Familien wei­terzugeben. Wesentliche Impulse kom­men aus der Spiritualität und Pädagogik Pater Kentenichs und der Schönstatt- Familienbewegung. Die Akademie wird von der Schönstatt-Familienbewegung im Bistum Mainz getragen und steht unter der Schirmherrschaft des Bischofs von Mainz, Prof. Dr. Peter Kohlgraf.

 

Arbeit an der Beziehung

Was bringt Ehepaare dazu, diesen Kraftakt anzupacken und zu meistern? Wer darauf eine Antwort sucht, sollte sich auf jeden Fall mit Absolventenpaaren unterhalten. Allein das Leuchten in den Augen derjeni­gen, die wir bisher erlebt haben, wenn sie von ihrem Kurs erzählen, spricht Bände. Bis dahin ein Erklärungsversuch: Wir erle­ben immer wieder, dass Ehe und Familie wie Naturgesetze betrachtet werden. Die Ehe schließt man und das war es dann, bis dass der Tod uns scheidet. Der Himmel ist blau, nachts leuchten die Sterne, und wir sind verheiratet – mit genauso viel Einfluss auf die ganze Angelegenheit wie auf die Naturgewalten. Vielleicht kommen Kinder dazu, dann sind wir eine Familie. Eine eigene Ausbildung dafür, noch dazu eine akademische, klingt für manche recht weit hergeholt. Auch das Ausbildungsziel, näm­lich der Ehe- und Familientrainer, passt für viele nicht so recht ins gewohnte Bild.

 

Ehe und Familie als Leistungssport, nach exaktem Plan trainierbar und mit präzise messbaren Ergebnissen? Darum geht es natürlich nicht.

 

Ehe und Familie bewusst gestalten

Es geht darum, einen der wichtigsten Bausteine des eigenen Lebens, der eigenen Identität, bewusst zu gestalten. Eigentlich sollte uns das in unserer Zeit doch gar nicht so fremd sein. Ratgeberliteratur füllt regalmeterweise die Buchhandlungen, Selbstoptimierung ist einer der großen Trends unserer Zeit und beschert gan­zen Kohorten von Bloggern ein bequemes Auskommen. Der Gedanke, an sich arbei­ten zu können und damit positive Wirkung zu erzielen, ist also durchaus präsent in unserer Gesellschaft. Nur wenden ihn die wenigsten auf die eigene Beziehung an. Schade eigentlich, ist das doch eines der lohnendsten Anwendungsfelder. Hier setzt die Akademie für Ehe und Familie an.

 

Schlüsselerlebnis unserer Ehegeschichte

Für uns selbst ist die Akademie eines der Schlüsselerlebnisse in unserer Ehegeschichte. Wir durften unseren Ehebund als Kraftquelle erkennen, die wir seitdem umso reichlicher ausschöpfen. Unsere Beziehung ist während der Ausbildung und seitdem immer weiter gewachsen, tiefer und reicher geworden. Und das in einem Maß, wie wir das ohne bewusste Arbeit daran sicher nicht erlebt hätten. Kurz und gut: Zur Nachahmung ausdrücklich emp­fohlen!

 

 

 

Quelle: Unser Weg 2018 Qrt. 4