Wir über uns
Aktuelle Ausgabe
Abo-Service
Archiv
Termine
Links
Suche
Kontakt


KLIMAFAKTOR: ZEIT SCHENKEN



 

 

Auch an unserem Arbeitsplatz möchten wir uns wohlfühlen. Und wir möchten, dass es unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gut geht. Melanie coacht von zu Hause, Ulli ist vor Ort am Arbeitsplatz. Sie erzählen aus ihrem Alltag.

 

 

Zeit füreinander

 

Die Damen bei uns im Backoffice sind in einem separaten Büro. Tagsüber läuft man sich nur ab und zu über den Weg. Das Tagesgeschäft geht seinen Gang. Wenn man geschäftlich viel auf Reisen ist, dann sieht man sich noch weniger. Darunter leidet nicht nur die Atmosphäre, sondern auch Fragen, die das Tagesgeschäft betreffen, bleiben manchmal unbeantwortet, oder Informationen fließen nicht. Ulli hat dann begonnen, sich mit den Damen vom Backoffice wöchentlich circa eine Stunde zusammenzusetzen. Es wird berichtet was bei Kunden und Lieferanten gerade so los ist, wo es klemmt, wie die Auftragslage ist, welche Neuigkeiten es gibt und Fragen hinsichtlich der Dokumentenabwicklung können beantwortet werden. Zu Hause, im Eheteam, sprechen wir immer wieder über Fragen aus dem Büroalltag, wir tauschen uns aus und Ulli kann neue, anregende Ideen von Melanie im Alltag mit einfließen lassen.

 

Die Damen haben bald gemerkt, dass sich die Stimmung geändert hat. Das Meeting erhielt den Namen "Round-Table- Meeting", weil es einen großen runden Besprechungstisch im Büro von Ulli gibt. Unter der Woche schreibt sich Ulli die Punkte auf, welche es am kommenden Treffen zu besprechen gilt und zwar auf einem vorgedruckten Notizzettel mit einem Sonnenblumenlogo. Warum? Die Gespräche sind angenehm, in fröhlicher Atmosphäre und locker. Zu Beginn werden immer die "Höhepunkte" der letzten

 

Die Meetings sind aufwendig, aber sie haben das Arbeitsklima verbessert. Und sie sparen Zeit, denn jetzt wissen alle, wann und an welchem Ort Entscheidungen getroffen, Infos weitergegeben, Meinungen eingeholt werden können. Klimafaktor: Zeit schenken. Und der rechnet sich auch noch!

 

Woche besprochen. Das hebt die Stimmung und schafft eine positive Grundlage für das Gespräch. "Ich habe meine Englisch- Prüfung bestanden, ich habe fünf Kilo abgenommen, wir haben einen wichtigen Auftrag abschließen können, und so weiter …". Unsere Verkäufer haben davon bald Wind bekommen: Der Chef hält mit den Damen immer wöchentlich eine einstündige Besprechung! Sie haben bald darauf auf einem wöchentlich stattfindenden Jourfix bestanden. Alles läuft ähnlich ab, nur der Notizzettel hat sich geändert ... Statt dem Sonnenblumenlogo gibt es dafür das Logo von einer Maus, die einen großen Sturzhelm auf dem Kopf trägt. Mit den Verkäufern geht es halt anders zu. Da wird gekämpft, diskutiert und herzhaft gerungen.

 

Tee zum Gespräch

Auch mit der Konzernzentrale gab es in den vergangenen Wochen viel Kontakt. Die Frage: "Wie geht es weiter?" beschäftigte die Führungsebene. Material musste geliefert werden, Tabellen, Auswertungen, und so weiter. Kommentare kamen täglich. Klar gab es auch Gerüchte. Eine Lösung war nicht in Sicht. Aber es verbreitete sich Unsicherheit, lähmende Gedanken im Handeln wie: "Sollen wir überhaupt noch? Hat das jetzt noch einen Sinn?". So lud ich den Geschäftsinhaber in unsere Firma ein. Inhalt des einstündigen Treffens: Mit der Führungsmannschaft erzählen wir, was gerade läuft, was wir tun, warum wir so handeln, welche Pläne und Ideen wir haben. Wir wollten ihn "eintauchen" lassen in unsere Atmosphäre. Ich musste mehrere Male um einen Termin bitten. Er hängte ihn dann an einen Termin, den er in der Nähe wahrnahm. Ganz formlos, im Besprechungszimmer bei einer Tasse Tee – er ist ein Teetrinker – erzählten wir. Irgendwann war zu beobachten, dass er den Kopf auf die Hände stützte, sich kurze Notizen machte, Fragen stellte. Die Zeit verging schnell. Nach der Stunde dankten wir fürs Kommen. Und dann stellte er die Frage, wann denn das nächste Treffen in der Art sei. Inzwischen kommt er regelmäßig zum "Kamingespräch" vorbei. Die schnellen Kommunikationswege er setzen den Klimafaktor Mensch doch nicht.

 

Der Osterhase kommt

Zu Ostern kam die Idee auf, dass wir doch in der Firma, in der Papi arbeitet, Oste eier verstecken könnten. Gesagt, getan – die Kinder haben gleich noch ein paar Nachbarsfreunde überredet auch mitzukommen (das war nicht schwer!) und so fuhren wir mit vier Kilo Schokoladenostereiern und sechs motivierten "Osterhasen" ins Büro. Die Kinder sind über drei Stockwerke ausgeschwirrt und haben wohl überall Osterhase gespielt: in jedem Faxgerät, auf den PC-Tastaturen, im Caféteriaschrank in Tassen und Gläsern, in den Hausschuhen, die unter dem Pult einer Mitarbeiterin standen, im Blumentopf, in den Schränken, versteckt unter dem Taschenrechner, auf der Treppe, im Aufzug, und so weiter. Am Osterdienstag jedenfalls hörte man überall im Büro erstaunte Stimmen: "Der Osterhase war aber wirklich fleißig! ... hier habe ich noooch ein Ei gefunden ... wer war das wohl? ... also so lustig habe ich schon lange nicht mehr Ostereier gesucht ... Volltreffer.

 

 

 



Inhalt
ERLEBTER KLIMAWANDEL?
ICH SEHNE MICH DANACH, BEI DIR ZU SEIN
KLIMAFAKTOR: ZEIT SCHENKEN
KLASSE(N)KLIMA
KONTROLLE IST GUT, VERTRAUEN BESSER
DAS EIGENE GEHEIMNIS ZUR ENTFALTUNG BRINGEN
DIE TALENTE IM KIND ENTDECKEN
EINFACHER LEBEN
AUF WAS KOMMT ES JETZT WIRKLICH AN?
BEWUSST LEBEN
EIN GEEIGNETES KLIMA FÜR INNOVATION
FÜNF SIND NOCH KEIN DUTZEND
KINDER, KÜCHE … UND KARRIERE?
Meditation: Wandlung

  

zurück

 

Artikel als pdf-Datei

Leserbriefe



Leserbrief verfassen