Wir über uns
Aktuelle Ausgabe
Abo-Service
Archiv
Termine
Links
Suche
Kontakt


„... DASS SIE SICH NICHT SO ALLEIN GELASSEN FÜHLT“



 

 

Wenn Kinder erwachsen werden, müssen sie lernen, mit den Grenzen zu leben, die ihnen ihre Eltern setzen. Das fällt den Jugendlichen nicht leicht. Und auch ihren Eltern nicht. Eine Mutter erzählt ...

 

  

Disco, Disco ...

Als unsere 14-jährige Tochter Tanzkurs machte, begann auch die Discozeit. Einmal wollte sie am Samstagabend in die Disco gehen. Und dann wollte sie auch am Freitagabend in die Disco im Nachbarort. Ich sagte: "Das kommt gar nicht in Frage, Du bist zu jung. Entscheide dich für einen Tag, das reicht für den Anfang."

 

Unsere Tochter ist ein sehr hartnäckiger Typ. Vor einigen Tagen fing sie wieder davon an – mein Mann war zu der Zeit geschäftlich unterwegs. "Es ist mir so wichtig, und alle anderen dürfen, nur ich nicht ..." Ich blieb bei meinem Nein.

 

Am nächsten Tag ging es wieder los ... Als sie den Mund aufmachte, brodelte es schon in mir. Ich sagte: "Jetzt ist Feierabend. Ich will das Thema nicht mehr hören. Und wenn Du noch irgendeine Frage hast, geh und ruf Deinen Vater an." Sie hat ihn dann in der Arbeit angerufen. Er sagte ihr, dass er heute Abend zu Hause mit ihr darüber reden wolle. Er wusste ja auch noch nicht, was ich dazu gesagt hatte. Mir war aber klar: Wenn er sich mit mir abspricht, wird er der gleichen Meinung sein.

 

Sie macht sich Hoffnung ...

Sie hat sich den ganzen Nachmittag angestrengt – sie hat eine Stunde Klarinette gespielt, freiwillig die ganze Wäsche gewaschen, sie aus dem Keller geholt und zusammen gelegt. Mich hat das sehr berührt, und sie tat mir auch leid, denn ich wusste, dass es beim Nein bleiben würde. Aber sie machte sich solche Hoffnungen ... Als mein Mann heimkam, haben wir kurz darüber gesprochen. Es blieb beim Nein. Sie musste sich zwischen Freitag und Samstag entscheiden. Wir haben ihr unsere Entscheidung gemeinsam mitgeteilt. Sie saß da und hat bitterlich geweint. "Ihr wisst ja gar nicht, wie das ist und was Ihr mir antut ..." Sie ging weinend in ihr Zimmer. Ich wollte noch mal mit ihr reden, ihr sagen, dass ich sie auch verstehen kann ... "Gar nichts kannst Du", hat sie nur gesagt, "lass mich in Ruhe".

 

Unter die Haut

Und mein Herz hat geblutet. Sie hat mir so leid getan. Und es tat mir weh, dass ich ihr nicht begreiflich machen konnte, dass ich sie auch verstehe. Für mich ist es sehr schwer, so eine Situation auszuhalten. Mir geht das unter die Haut.

 

Vertrauen

Das war eine Situation, in der ich sagte: "So Gottesmutter, die Entscheidung steht, die Entscheidung ist richtig, ich kann ihr jetzt nicht helfen, sie lässt jetzt überhaupt nicht mit sich reden, ich komm gar nicht an sie ran. Jetzt sei du bitte bei ihr, wenn sie so weint, dass sie sich trotzdem angenommen und geliebt weiß und sich nicht so allein gelassen fühlt."

 

Dann spürte ich, wie es auch mir ein bisschen besser ging. So komme ich besser mit meinen Gefühlen zurecht. Ich finde im Gebet Vertrauen und spüre, dass es gut wird. "Maria, ich kann jetzt nichts mehr tun, mach du das jetzt für mich". Nach einer Stunde kam sie wieder herunter: "Jetzt freue ich mich und es ist auch so gut ..."

 

  

 

 

 



Inhalt
WO DER ALMRAUSCH BLÜHT
VORSICHT GESPRÄCH!
WAS HÄLT UNSERE EHE ZUSAMMEN?
WIEDER MAL BEZIEHUNGSSTRESS?
DICH NEU ENTDECKEN
NICHTS KANN UNS STOPPEN
„MITTEN DRIN“ – EIN INTERVIEW
DER SCHMALE WEG ZUR INNEREN FREIHEIT
„... DASS SIE SICH NICHT SO ALLEIN GELASSEN FÜHLT“
PERSÖNLICHE BEGLEITUNG
DER ERSTE FREUND
IN FREIHEIT SPRINGEN
BEI ALLEN UNARTEN AN DAS GUTE GLAUBEN
ICH GLAUBE AN DICH! WAS EIN VATER BEDEUTEN KANN
ERINNERUNGEN SÄEN
Meditation: tiefer gehen – höher steigen

  

zurück

 

Leserbriefe



Leserbrief verfassen