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Editorial



 

 

 

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

 

von unserer Hochzeitsfeier hatten wir ganz bestimmte Vorstellungen. Zum Beispiel wünschten wir uns nach der kirchlichen Trauung einen feierlich-fröhlichen Sektempfang im wunderbar angelegten Innenhof unserer Kirche. Wir organisierten alles Notwendige, von den Gläsern und Getränken bis hin zu den „Mundschenken“. Als wir zwei Wochen vor der Hochzeit nochmal für ein letztes Gespräch zu unserem Pfarrer gingen, trauten wir unseren Augen nicht. Dort, wo bis vor kurzem noch ein blühender, grüner Innenhof gewesen war, befand sich nun eine riesengroße Baustelle. Wohin man auch blickte: Hügel mit Erdreich, aufgetürmte Pflastersteine, Holzplanken als provisorische Befestigung der Laufwege … Wir waren entsetzt. „Das wird doch hoffentlich noch fertig bis zu unserer Hochzeit?“, fragten wir zaghaft. Aber der Pfarrer raubte uns gleich diese Illusion. Und es gab auch sonst keinen anderen ausreichend großen Platz in der Nähe – wohl oder übel mussten wir unseren Sektempfang mitten in dieser Baustelle abhalten. „Das ist doch das ideale Bild für eine Hochzeit!“, meinte unser Pfarrer damals. „Die Ehe ist doch eine lebenslange Baustelle!“

 

Heute können wir über diese Begebenheit schmunzeln. Der Sektempfang wurde trotzdem sehr schön. Und von Zeit zu Zeit, wenn wir in unserer Ehe wieder vor neuen Aufgaben und Herausforderungen stehen, kommt uns das Bild von der „Baustelle Ehe“ in den Sinn. Und wir merken: Überall, wo Menschen zusammen leben und arbeiten, gibt es diese „Baustellen“: Unfertiges, Unvollkommenes, Unansehnliches, Unbefriedigendes sind Teil unseres Lebens und werden es immer bleiben. Da streiten die Kinder den ganzen Tag, obwohl wir uns doch so um ein harmonisches Familienleben bemühen. Da regt sich mein Partner immer wieder über dieselben Kleinigkeiten auf. Da macht der Chef Druck und gibt mir das Gefühl, nie seinen Anforderungen zu genügen, egal wie sehr ich mich an - strenge. Da gibt es eine Krankheit, die mich einschränkt oder eine Entscheidung, die ich rückblickend bedauere …  

 

Lesen Sie in diesem Heft von Menschen, die mit Baustellen leben und gute Erfahrungen damit gemacht haben, Gott und der Gottesmutter ihre kleinen und großen Lebenskrisen anzuvertrauen. Und wenn dann der Blick auf Ihre ganz persönlichen Baustellen fällt, wünschen wir Ihnen das richtige Werkzeug in Ihrer Hand und den nötigen Schwung, wieder neu anzupacken und weiter zu bauen.

 

 

Hildegard und Helmut Kirschner

 

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Inhalt
FREUDENTRÄNEN
SCHMERZ ZUR LIEBE WERDEN LASSEN
LOSLASSEN ZUR CHEFSACHE MACHEN
DIE KINDER SIND AUS DEM HAUS – WAS JETZT?
IN JEDER KRISE KEIMT EINE CHANCE
LEBENSPROGRAMM: SCHWIERIGKEITEN SIND AUFGABEN
EXTRAGRUSS FÜR MEINE GROSSE ANNI
ASPEKTE EINER EHESPIRITUALITÄT
DAS INNERE BAND NICHT ZERREISSEN LASSEN
DAS STARKE SEIL
ES GIBT UNS FÜR ETWAS GROSSES
MEINE MITARBEITER ENTWICKELN
SCHÖNSTATT-GEWINNSPIEL IM INTERNET
GESCHWISTERBEZIEHUNGEN: VON PERFEKTIONISTEN UND FAMILIENCLOWNS
VERSCHIEDENHEIT ERLEBEN
Meditation

  

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